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Lerntheorie

"Unsere Kinder wollen nichts mehr lernen!" Würde dieser Seufzer tatsächlich treffend die Realität beschreiben , nähmen sich unsere Konsumkids einiges am heute so wichtigen Spaß selbst weg. Denn: erfolgreiches Lernen vermittelt Lustgefühl. Also! Warum lernen viele ( in der Schule ) trotzdem nicht gerne? Lernen muss neu angegangen werden, erfolgreiches Lernen ist an vielfältige Voraussetzungen gebunden ( "SPIEGEL special" 3/2002). Dabei können die neuen Medien Wege und Möglichkeiten eröffnen .

Erfolgreicheres Lernen mit neuen Medien? Skepsis überwiegt noch bei Kollegen und Eltern, die Diskussion ist in vollem Gange. Über die gegensätzlichen Ansätze der modernen Lerntheorien hinweg (Konstruktion oder Instruktion oder beides?) lassen sich positive Effekte durch den überlegten Einsatz neuer Medien darstellen:

  • Durch die Integration von Texten, Bildern, Grafiken, Ton und Video werden mehr Sinne angesprochen als z.B. bei der Lektüre eines Fachbuches
  • Lernen mit neuen Medien erleichtert den selbstorganisierten, individuellen Prozess mit eigenem Lernweg und individuellem Tempo, stellt die eigene Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt
  • Problemorientiertes Lernen lässt sich leichter umsetzen ( Hense / Mandl / Gräsel in "Computer und Unterricht" 44/2001)
  • Handlungsorientiertes Lernen mündet (im Idealfall) in überprüfbare Ergebnisse, erlaubt eine gezielte Rückmeldung
  • Entdeckendes Lernen lässt sich an vielen Stellen integrieren, öffnet (individuelle) Lernwege - vorausgesetzt die altersgemäße Progression im Unterrichtsverfahren ist gewährleistet
  • Die Bearbeitung von Alltagsproblemen in ihrer Komplexität schult das vernetzte Denken, sichert die Nachhaltigkeit des Lernens
  • Durch den Einsatz neuer Medien erleben Schüler einen Motivationsschub, lernen erfolgreicher

Allerdings müssen unsere Schüler das Lernen in multimedialen Umgebungen erst erlernen. Für die meisten Lernenden sind die teilweise unüberschaubaren Informationsmengen, komplex und oft wenig strukturiert, kaum zu bewältigen. Auch dürfen die negativen Seiten der neuen Medien nicht kleingeredet werden. Hier und bei der Planung eines mediengestützten Deutschunterrichts ist ein kompetenter Lehrer gefragt. Andererseits muss über ein anderes Rollenverständnis des Unterrichtenden nachgedacht weden: Weg vom "Wissenshüter", hin zum Moderator, Begleiter, Berater, Motivator, Organisator.

Die Chancen nutzen zu lernen, das wird auch die Aufgabe der Fortbildungen sein.