Zur Hauptnavigation springen [Alt]+[0] Zum Seiteninhalt springen [Alt]+[1]

1.1. Verständnisorientierung

Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollten.

Ablauf der Unterrichtssequenz:

  • Einstieg: Ritualisierter Stundenbeginn
  • Aktivierung des Vorwissens über einen Rätselimpuls (Bauernhoftiere, Farben)
  • Kurzes Unterrichtsgespräch über die vielen Lösungsmöglichkeiten bei bestimmten Farben mit Sammlung der Schülerideen zur Umsetzung komplexer Rätsel (Phase auf Deutsch)
  • Präsentation möglicher Rätselstrukturen durch die Lehrkraft (inkl. Visualisierung und chorischem Sprechen)
  • Verarbeitungsphase: eigenes Rätsel anhand eines Bauplans erstellen und üben
  • Vorstellung der Rätsel durch die Schülerinnen und Schüler (rezeptiv und produktiv)
  • Reflexion

Zur Aktivierung des Vorwissens (2.) wird den Kindern von der Lehrkraft der erste Impuls eines Rätsels über die Bauernhoftiere gestellt: „Voici mon animal. Il est noir. C‘est qui?“ Die verwendeten  Strukturen werden an der Tafel visualisiert. Anhand dieser Strukturen werden die bereits gelernten Bauernhoftiere mit den Farben verknüpft und in einem authentischen Sprechanlass wiederholt. Die Schülerinnen und Schüler können dabei die Rolle der Lehrkraft übernehmen und eigene Rätsel stellen.

Im anschließenden Unterrichtsgespräch (3.) wird im Sinne einer funktionalen Einsprachigkeit im Französischunterricht die deutsche Sprache bewusst eingesetzt, um die Reflexion anzuleiten. Die Beobachtung, dass viele Tiere als Lösung für manche Rätsel in Frage kommen, wird als Ausgangslage genutzt. In einer Murmelphase (PA) tauschen sich die Schülerinnen und Schüler zu folgender Impulsfrage aus: „Welche zusätzlichen Informationen zu den Tieren müssen wir ergänzen, um das Tier besser erraten zu können?“

Zur Überleitung in die nächste Unterrichtsphase wird den Schülerinnen und Schülern das Ziel (ein eigenes Rätsel zu erstellen und zu präsentieren) erläutert. So wird ihnen deutlich, was sie am Ende der Unterrichtssequenz können.

Einfaches Arbeitsblatt mit kleinen Symbolen wie Huhn, Kuh und Farbpallete. Diese sollen erklärt werden.

Bildquelle: Autoren Französisch QUBE-F - GS

Durch die Präsentation (4.) möglicher Rätselstrukturen hebt die Lehrkraft die bedeutsamen Inhalte hervor. Dazu werden die ausgewählten Redemittel an der Tafel strukturiert visualisiert und somit klar und verständlich dargestellt. Zudem werden Gestik und Mimik zur Unterstützung des Verständnisses der einzelnen Redemittel durch die Lehrkraft genutzt. Dies ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die zentralen Inhalte zu verstehen.  Um die Strukturen in der Folgephase anwenden zu können, werden diese durch chorisches Sprechen gefestigt. Dieses konsequente Aussprachetraining ist die Grundlage für eine erfolgreiche Nutzung des geplanten Sprechanlasses. Gegebenenfalls können die Ideen der Kinder aus der Reflexionsphase als Redemittel an dieser Stelle ergänzt werden. 

In der Verarbeitungshase (5.) erstellen die Schülerinnen und Schüler anhand eines Bauplans ein eigenes Rätsel. Die Inhalte stehen ihnen klar und verständlich zu Verfügung. Dieses Scaffolding gewährleistet, dass die Redemittel strukturiert angewendet werden können und immer wieder ein Bezug zu den zentralen Inhalten hergestellt wird. Auch in dieser Phase können die Ideen der Kinder aus der Reflexionsphase als Differenzierungsangebot ergänzt werden. Zudem bieten sich „Il sait ...“ und „Il n’aime pas ...“ als zusätzliche Redemittel (Differenzierungsangebot) an. In dieser Phase gibt es zudem Gelegenheit, das eigene Rätsel in einem geschützten Raum (z.B. mit digitalen Hilfsmitteln oder mit Partner und Partnerin) zu üben.

Beim Vorstellen der eigens erstellten Rätsel (6.) bekommen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich als kompetente Sprachnutzer zu erleben. Die zuhörenden Schülerinnen und Schüler werden rezeptiv gefordert, indem sie die zentralen Inhalte verstehen und so die gestellten Rätsel lösen.

Eine Reflexionsphase (7.) mit der ganzen Klasse rundet die Unterrichtssequenz ab. Die Unterrichtsinhalte werden in Bezug auf das Ziel gemeinsam überprüft. Eine mögliche Impulsfrage: „Welche Informationen des Rätsels waren für dich besonders hilfreich beim Lösen des Rätsels?“ „Begründe deine Entscheidung.“