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2. Stunde: Frömmigkeit im ausgehenden Mittelalter

Infobox

Diese Seite ist Teil einer Materialiensammlung zum Bildungsplan 2004: Grundlagen der Kompetenzorientierung. Bitte beachten Sie, dass der Bildungsplan fortgeschrieben wurde.

 

Kompetenz:

  • Schülerinnen und Schüler können über Hoffnungen und Ängste, die das Lebensgefühl im ausgehenden Mittelalter bestimmten, Auskunft geben.

I. Anbahnung

 

 

 

 

Vor einigen Jahren wurde mit großem Aufwand und Erfolg ein Film zu Martin Luther gedreht, der sich relativ lange in den deutschen Kinos halten konnte.
Auf dem Kinoplakat stand der Titel „Luther“ und als Untertitel „Er veränderte die Welt für immer.“

Evtl. Kinoplakat

Nachdem die Schülerinnen und Schüler Geschichtsunterricht haben und immer wieder Nachrichten von weltpolitischen Ereignissen mitbekommen, halte ich es für sinnvoll, ihnen an dieser Stelle, im Sinne kognitiver Aktivierung, die Gelegenheit zu geben, selbst Theorien zu entwickeln und Modelle zu konstruieren, bevor im Unterricht einzelne Faktoren erörtert werden.

Abhängig von der Lerngruppe und dem dafür eingeplanten Zeitrahmen, kann hier kürzer im UG gearbeitet werden oder ausführlicher, kooperativ in Form eines Placemat.

  • „Er veränderte die Welt für immer.“
    Stimmt das? Wie seht ihr das?

UG

  • Ihr hört aktuell Nachrichten über Veränderungen in Nordafrikanischen Ländern, ihr habt im Geschichtsunterricht gehört, wie sich Politik, Denken und Lebensverhältnisse im Laufe der Geschichte vielfach verändert haben.

UG

  • Wie kommt es zu Veränderungen in der Geschichte?
    Mich interessiert, wie ihr darüber denkt!
    • UG/TA: Die Frage wird im UG erörtert, Gedanken werden in einem TA festgehalten.

TA/UG
alternativ:

  • Alternativ:
    • AA/GA: Frage wird in Form eines Placemat bearbeitet. (Je einzeln, dann Verständigung über wesentliche Punkte im Feld im Zentrum)

AA/GA
(Placemat)

II. Erarbeitung

Um zu verstehen, wie es zur Reformation gekommen ist, müssen wir uns genauer anschauen, was die Menschen damals beschäftigt hat, welche Hoffnungen und Ängste sie hatten.
Einiges habt ihr im Geschichtsunterricht schon erfahren, wir beschäftigen uns heute mit dem Glauben und der Frömmigkeit im (ausgehenden) Mittelalter.

Aufgabe:
Bei genauem Lesen kannst du dem Erzähltext über den Mönch Stephan viele Informationen über das Lebensgefühl und die Frömmigkeit im Mittelalter entnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Text geht ausschließlich auf das Thema Frömmigkeit ein.
Soziale und politische Situation bleiben außen vor, ebenso geistes- und kulturgeschichtliche Entwicklungen (Stichworte: Humanismus, Renaissance, Kopernikus, Buchdruck, Kolumbus). Schaut man in die Lehrwerke für den Geschichtsunterricht, findet man hier die entsprechenden Informationen und Einführungen. Das rechtfertigt, sich hier auf den Fokus „Frömmigkeit“ zu beschränken.

Zugleich bieten sich damit Möglichkeiten der

Binnendifferenzierung an (vgl. Vertiefung IV. 2).

 

  • Unterstreiche alle Informationen über die Lebensbedingungen im Mittelalter

AA
Text „Stephan 1349“
Religion entdecken
S. 136

  • Zeige dann, wie die Lebensbedingungen den Glauben beeinflussen. Formuliere dies in eigenen Worten.
  • Auswertung im UG

UG/TA

III. Vertiefung (1)

Hausaufgabe:

  • Lückentext Frömmigkeit im späten Mittelalter

M 2.1

 

Die Vorstellungswelt und Begrifflichkeit des Mittelalters ist Schülerinnen und Schülern erfahrungsgemäß fremd.
Um zentrale Begriffe im Sinne nachhaltigen Lernens zu festigen, erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Hausaufgabe in Form eines Lückentextes.

IV.
Vertiefung (2)

1. Vorschlag

Am Ende der 1. Stunde werden Bilder oder Symbole ausgeteilt, die für die unterschiedlichen Bereiche stehen.
Die Schülerinnen und Schüler bereiten in einer Hausaufgabe einen kurzen Infoinput zum jeweiligen Thema (Kunst, Gesellschaft, Entdeckungen,…) vor.

Nach einer Hinführung zum Thema „Aufbruch in eine neue Zeit“ werden in einer Form Kooperativen Lernens (vgl. Methode „One stay - three stray)
die unterschiedlichen Gesichtspunkte zusammengetragen und in einer Mind-Map festgehalten.

 

 

 

 

 

 

Binnendifferenzierung

Material:

  • Fernrohr, Globus, Landkarte, Buch
  • Bilder: Michelangelos „David“, Dürers „Hase“ oder „Großes Rasenstück“
  • Hans Weiditz, „Die Gesellschaft im 16. Jhdt.“
  • Abbildung Gutenbergs Druckerpresse

 

 

 

2. Vorschlag:

Schülerinnen und Schüler bearbeiten den Text „Die Zeit um 1500 - Eine Zeit des Umbruchs“. Sie erstellen auf dieser Grundlage eine Mind-Map.

Vgl. Luther DVD Educativ 2004 Infoblatt zu Extra 1.1

 



3. Stunde: Luthers Gottesbild wandelt sich


Unterrichtseinheit Reformation: Herunterladen [pdf] [167 KB]