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Lösung: Behauptungenzum Thema „nonverbale Kommunikation“

Behauptungen richtig falsch

1. Der nonverbale Anteil der Kommunikation ist genauso wichtig wie der verbale.

Der nonverbale Anteil ist bedeutend wichtiger als der verbale. Der Anteil nonverbaler Signale an der Wirkung der kommunikativen Signale beträgt etwa 80 Prozent. Es ist deshalb sehr wichtig, wie etwas mitgeteilt wird.

 

2. Mimik und Gestik wird hauptsächlich durch Erziehung und Nachahmung gelernt, d.h. sie sind weitgehend kulturell abhängig.

Mimik und Gestik sind weitgehend das Ergebnis eines Sozialisationsprozesses und damit von Kultur zu Kultur unterschiedlich. So benutzen beispielsweise Japaner das Gesicht weniger als wir, Italiener die Hände mehr als wir. Auch Gestiken können Unterschiedliches bedeuten, wofür die sog. Ringgeste ein eindrückliches Beispiel darstellt. Wenn Daumen und Zeigefinger in Kopfhöhe einen Kreis bilden, so bedeutet dies z. B. in Deutschland oder Nordamerika „super“, ist in Spanien eine obszöne Geste und sagt in Belgien oder Frankreich aus, dass das Gegenüber eine „Null“ ist. Kulturell bedingte Missverständnisse sind so möglich.

 

3. Es gibt universelle, d. h. angeborene nonverbale Ausdrucksformen, die weltweit verstanden werden.

Zu den universellen, angeborenen Ausdrucksformen zählen Gesichtsausdrücke, die sog. Basisemotionen wie zum Beispiel Freude, Trauer, Furcht, Ärger, Überraschung, Abscheu und Interesse ausdrücken. So wird z. B. Abscheu in allen Kulturen durch das Rümpfen der Nase signalisiert.

 

4. Der erste Eindruck und damit die Einschätzung einer Person geschieht in weniger als einer Sekunde und ist zu 95 Prozent von nonverbalen Signalen wie Aussehen, Kleidung, Haltung, Gestik und Mimik abhängig.

 

5. Es gibt menschliche Lügendetektoren, die jede Lüge aufgrund nonverbaler Signale entlarven können.

Es gibt Experten auf dem Gebiet der nonverbalen Kommunikation, die das behaupten. Der Psychologe Paul Ekman z. B. erforscht die menschliche Mimik seit mehr als 40 Jahren und kann jeden einzelnen der 43 Gesichtsmuskel gezielt bewegen und jede nur denkbare Mimik erzeugen. In seinem „Atlas der Gefühle“ dokumentiert er mehr als 10.000 Gesichtsausdrücke, wovon ca. 3.000 einen emotionalen Sinn haben (alle anderen sind Grimassen). Er geht davon aus, dass sich jede Lüge in sog. Mikroausdrücken bemerkbar machen. Mikroausdrücke sind „flüchtige Gesichtsausdrücke, die Sekundenbruchteile dauern. Sie sind zumeist als Ausdruck der sieben universellen Emotionen Ekel, Ärger, Angst, Traurigkeit, Freude, Überraschung, [!] und Verachtung beschrieben. Mikroexpressionen können willentlich nur schwer unterdrückt werden. Menschen, die gute Beobachter sind, können Lügner anhand von Mikroexpressionen entlarven – auch lassen sich Zeitlupenaufnahmen des Gesichts verwenden.“ 1

 

1  Entnommen aus:   http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroausdruck , 16.01.2014

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