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Unterrichtsblock 1: Gründe und Ursachen von Kommunikationsstörungen

Ziel:

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Frage auseinander, welche Formen von Kommunikationsstörungen es gibt und welche Gründe und Ursachen sie haben.

Schritt 1: Bildauswahl zu Kommunikationsstörungen

Die Lehrperson legt auf einem Tisch unterschiedliche Bilder aus, nennt das Thema der Unterrichtseinheit und fordert die Schülerinnen und Schüler auf, sich ein Bild auszuwählen, das sie mit Kommunikationsstörungen in Verbindung bringen.

Die Lehrperson sollte hierzu Bilder auslegen, die mehrdeutig sind und in Verbindung mit den in Schritt 3 genannten Gründen und Ursachen von Kommunikationsstörungen gebracht werden können. Dabei können neben Fotos auch Karikaturen, Grafiken, Zeichnungen und so weiter verwendet werden.

Folgende Suchbegriffe können bei einer Bildsuche im Internet für die Lehrperson hilfreich sein (die folgenden Suchbegriffe beziehen sich auf die gängigste Suchmaschine):

  • für subjektive Wahrnehmungsfilter: trauriges Mädchen, schlechte Laune, Stimmungsbarometer, mangelndes Selbstbewusstsein, Erfahrungen, Vorstellungen, Absichten, was davor geschah
  • für Verhalten: Macht der Worte, Dialektlexikon, bayerischer Mann, Fachchinesisch, aggressive Körpersprache, Körperhaltung deuten, wütender Mensch
  • für Beziehung: Beziehungsstatus es ist kompliziert, soziale Rollen, Chef Mitarbeiter, Lehrer-Schüler-Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung
  • für Rahmenbedingungen: Lärm, Baulärm, WhatsApp offline, Telefon besetzt

Die Lehrperson sollte darauf achten, dass sie mehr Bilder auslegt als Schülerinnen und Schüler in der Klasse vorhanden sind, so dass für die Schülerinnen und Schüler eine Wahlmöglichkeit zwischen den Bildern besteht.

Schritt 2: Bildpräsentation

Alle Schülerinnen und Schüler stellen reihum ihr Bild vor, indem sie es beschreiben und der Klasse erklären, weshalb sie es mit Kommunikationsstörungen verbinden.

Die Lehrperson notiert währenddessen die Begründungen stichworthaft auf einer Folie (OHP)/einem Blatt (Visualizer/Dokumentenkamera).

Schritt 3: Ergebnissicherung

Die Lehrperson gibt folgende Struktur des Tafelbildes vor:

Vorgabe Tafelbild

Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Begriffe der Folie/des Blattes, sofern sinnvoll, dem Tafelbild zu.

Mögliches Tafelbild:

Tafelbild

Schritt 4: Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen von Kommunikationsstörungen

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mit Hilfe eines Arbeitsblattes in Partnerarbeit das Sender-Empfänger-Modell zur Visualisierung von Kommunikation, überlegen, an welcher Stelle Störungen auftreten können und um welche Art von Störung es sich handelt.

Das Arbeitsblatt setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler sich bereits mit dem Sender-Empfänger-Modell auseinandergesetzt haben beziehungsweise grundlegende kommunikationstheoretische Begriffe kennen. (siehe Unterrichtseinheit zu den Grundlagen der Kommunikation für die neunte Klasse 6 BG auf dem Lehrerfortbildungsserver)

Schritt 5: Ergebnisbesprechung

Mögliche Lösung:

Mögliche Lösung

Kommunikationsstörungen sind an allen Stellen des Kommunikationsprozesses möglich. Dabei sind jedoch insbesondere die Codierung und Decodierung in verbale und nonverbale Zeichen störanfällig, denn die Codierung setzt sich aus einer Bedeutungsumwandlung und einer technischen Umwandlung der intendierten Äußerung zusammen, bzw. die Decodierung aus einer technischen und einer inhaltlichen Rückwandlung. Dementsprechend sind technische, psychologische sowie semantische Störungen beim Codieren, bzw. Decodieren eines Senders bzw. Empfängers möglich.

Schritt 6: Hausaufgabe

Beschreibe eine Situation aus deinem Alltag, in der ein Konflikt entstanden ist und untersuche, welche Form von Kommunikationsstörung vorliegt und welche möglichen Gründe und Ursachen die Kommunikationsstörung hat.

Weiter zu: Arbeitsblatt: Formen der Kommunikationsstörungen