1.4. Engagement der Schülerinnen und Schüler
Dem Potential zur kommunikativ-kognitiven Aktivierung des Unterrichts entspricht auf Seiten der Lernenden eine kommunikativ-kognitive Aktivität. Diese Aktivität selbst ist nur teilweise beobachtbar. Beim Hören und Lesen kann die Lehrkraft lediglich indirekt, z.B. über die Deutung körpersprachlicher Signale, Rückschlüsse ziehen, in welchem Maße die Lernenden aktiv beteiligt sind. Beim Sprechen und Schreiben hingegen entsteht ein Produkt, zu dem die Lehrkraft direkten Zugang hat. Bei der Frage, inwieweit kommunikative Aktivität zum Spracherwerb beiträgt, muss beachtet werden, dass freie Kommunikation zwar Flüssigkeit verbessern und Motivation steigern kann, schnelle Lernzuwächse über diesen Weg aber nicht zu erwarten sind, weil Lernende in der Regel genau den Wortschatz und die Strukturen verwenden, die sie schon sicher beherrschen. Höhere sprachliche Lernzuwächse ergeben sich dann, wenn Kommunikation und gezieltes Üben kombiniert werden (Vorbereitung der Sprachproduktion im Sinne des task-based learning, pushed output, feedback). Dabei ist allerdings wichtig, dass die Kommunikation weiterhin meaningful bleibt und nicht durch zu viele Vorgaben oder zu ausführliches Feedback (siehe Item 2.1) zum Erliegen kommt.
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