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Inhalt

Der 14-jährige Waisenjunge Krabat wird durch Träume zu einer Mühle am Koselbruch gelockt. Dort bietet ihm der geheimnisvolle und beängstigende Müller eine Lehre an. Doch Krabat willigt nicht nur ein, das Müllershandwerk zu erlernen, sondern ebenso ein Geselle der Schwarzen Magie zu werden.

Der Roman erzählt in drei großen Teilen die drei Jahre Krabats auf der Mühle, die einzelnen Erlebnisse und Ereignisse sind in Kapitel unterteilt.

Das erste Jahr umfasst 12 Kapitel. Es ist das Lehrjahr Krabats. Als Neuankömmling spürt er zunächst die Härte auf der Mühle. Die Arbeit ist schwer, die Machtstrukturen knallhart: Neuankömmlinge werden schikaniert, es herrscht Misstrauen gegenüber dem Meister und unter den Burschen. Die Mühle mahlt mit sechs Mahlgängen. Der siebte Mahlgang ist reserviert für einen angsteinflößenden Kunden, der die Mühle nachts aufsucht und für den sogar der Meister arbeiten muss. Doch als Krabat in die Schwarze Schule aufgenommen ist, zeigen sich ihm die Vorzüge der Schwarzen Magie. Durch sie erlangt er Macht, Macht über sich und andere.

Nun ist er Teil der Gemeinschaft, die durchaus auch lustige Episoden gemeinsam erlebt. Für Krabat ist vor allem die Osternacht entscheidend. Zusammen mit dem Altgesellen Tonda, der ihn auf der Mühle unter seine Fittiche genommen hat, muss Krabat die Nacht unter freiem Himmel verbringen. In der Nacht hören sie die Glocken Schwarzkollms und den Gesang der Mädchen dort. An dieser Stelle erzählt Tonda von seiner unglücklichen Liebe zu einem Mädchen. Worschula ist gestorben, weil er ihre Liebe auf der Mühle nicht geheim gehalten hat. Und er fordert Krabat auf, seine Liebe, sollte diese kommen, nicht öffentlich zu machen.

Am Ende des ersten Jahres zeigt sich wieder die hässliche Seite der Mühlengemeinschaft. Der Altgeselle Tonda, der für Krabat zu einem Vertrauten geworden ist, stirbt am Silvesterabend. Noch ist für den Jungen nicht klar, weshalb und durch wessen Hand.

Das zweite Jahr umfasst neun Kapitel. Zu Beginn des Jahres endet die Lehrzeit Krabats. Er erfährt, dass das erste Jahr auf der Mühle für drei gilt. Nun ist er freier Geselle, Müllersbursche, und ein neuer Lehrjunge kommt auf die Mühle. Der Meister zieht Krabat immer mehr in seinen Bann und zeigt ihm die Möglichkeiten der Schwarzen Magie. Er nimmt ihn mit an den Hof in Dresden, wo Krabat die Bedeutung und der Einfluss klar wird, die ihm offenstehen. Doch Tonda und sein Schicksal gehen Krabat nicht aus dem Sinn. In der Osternacht ist Krabat mit Juro unterwegs. Juro scheint zu dumm für die Schwarze Kunst, erweist sich auf der Mühle jedoch im Haushalt als geschickt und hilfreich. Heimlich wird er für Krabat in dieser Nacht zum Lebensretter. Wie in der letzten Osternacht hört Krabat die Gesänge aus dem Dorf. Vor allen Dingen die Stimme der Vorsängerin, der Kantorka, hat es ihm angetan. Um sie zu sehen, wendet er die „Kunst des Aussichherausgehens“ an. Doch es gelingt ihm nicht, Seele und Körper wieder zu vereinen. Nur durch ein vermeintliches Missgeschick Juros wird er zurückgeholt. Von nun an ist klar, Krabat ist verliebt. Doch hält er dies geheim, so wie es ihm Tonda ein Jahr zuvor geraten hat. Am Ende des Jahres muss Michal, der Altgeselle, sterben.

Das letzte Jahr auf der Mühle wird in 12 Kapiteln erzählt. Krabat träumt immer wieder von der Kantorka. Von nun an ist Krabat in Gefahr, der Meister scheint von seiner Liebe zu wissen. In der Osternacht des dritten Jahres wagt Krabat sich der Kantorka zu offenbaren. Sie erwidert seine Liebe. In dieser Situation wird Juro zum engsten Verbündeten. Er hilft Krabat gegen die Nachstellungen des Meisters und er klärt ihn über die Vorgänge in der Mühle auf: es ist der Meister, der in jedem Jahr einen Gesellen töten muss, um selbst mächtig zu bleiben. Und Juro kennt den Weg, wie ihm das Handwerk gelegt werden kann. Juro und Krabat arbeiten gemeinsam daran, den Meister zu besiegen, doch ohne die Kantorka kann das nicht gelingen. Der Meister, diese Gefahr ahnend, bietet Krabat an, seinen Platz in der Mühle zu übernehmen, seine Stellung, seine Macht. Doch Krabat lehnt ab. Unterstützt von Juro und der Kantorka gelingt es ihm am Ende, den Müller zu besiegen. Alle Müllersburschen können die Mühle verlassen. Krabat geht mit der Kantorka in ihr Dorf Schwarzkollm.

Textausgabe:

Otfried Preußler: Krabat. Stuttgart 2021.

Pressler: „Dunkles Gold“: Herunterladen [docx][84 KB]