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Vorschläge für die Umsetzung

Vorgestaltungsvarianten: Für den Leseprozess der Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass im Kopf der Schülerinnen und Schüler Vorkonzepte entstehen. Dadurch wird das Verstehen beim und auch die Motivation zum Lesen gefördert. Da im Anschluss an den Einstieg eine eigenständige Lektüre erfolgen soll, ist dies wesentlich für den Unterrichtserfolg:

  • Vor der Lektüre kann klassisch über das Cover oder den Klappentext eingestiegen werden. Ausgehend davon können Hypothesen zum Roman aufgestellt werden.
  • Denkbar ist auch ein Einstieg anhand des Kapitel 1. Hier wird das Marianum als Ort beschrieben. Wenn zunächst Schülerinnen und Schüler ihre Schule beschreiben, werden eventuell hier schon Unterschiede klar. Ausgehend davon kann man Voraussagen über den Roman und seine Inhalte machen.
  • Denkbar ist alternativ auch ein Einstieg über den Titel Echtzeitalter und das damit verbundene Strategiespiel AOE2. Hier kann zum einen an das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler angeknüpft werden. Zum anderen sind auch Spekulationen über den Inhalt des Romans möglich.

Für die Texterschließung ist es sinnhaft, mit den Figuren zu beginnen. Hier bietet sich zum Beispiel zu Beginn die Figur Bruno Dolinar an. Zum einen, weil für die Erarbeitung dieser Figur nicht die Kenntnis des ganzen Romans nötig ist (wohl aber sein kann. Hier kommt es darauf an, wie der Leseprozess der Schülerinnen und Schüler gestaltet wird). Zum anderen weil er als klarer Antagonist konzipiert ist und als Figur spannend und diskussionsauslösend sein kann. Dolinar handelt evtl. auch deswegen herablassend und brutal, weil er weiß, dass seine Schülerinnen und Schüler ihm aufgrund ihrer Herkunft im Leben überlegen sind. Sein Anbiedern an die obere Schicht ist fast genauso stark wie seine Aversion ihr gegenüber. An dieser Figur lässt sich somit die Fragen nach Herkunft und Erfolg, Macht und Machtstrukturen, individueller Verantwortung und gesellschaftlicher Verortung diskutieren.

Zunächst kann hier klassisch eine Charakterisierung vorgenommen werden. Wesentliche Textstellen sind in der folgenden Darstellung eingebettet, die Charakterisierung kann aber auch nur anhand der Kapitel 4 bis 6 erfolgen (hier ist auch eine arbeitsteilige Arbeitsphase möglich):

Bruno Dolinar stammt aus Kärnten, wo seine Familie einen Bauernhof besitzt (vgl. S. 147; 18). Prägnant und tragend ist sein autoritäres, auf konservativrechtem Gedankengut gegründetes Auftreten, mit dem er seine Klassen schikaniert. Seine Grundüberzeugung ist, dass Demütigung und Strafen zu Disziplin führen, und fußt auf konservativen Traditionen, die wiederum zurückreichen bis in die Zeit des Nationalsozialismus (vgl. S. 143). Sein Ziel ist es, die Kinder zu brechen. Er selbst sieht seinen Unterricht als Weg des Erduldenlernens (vgl. S.19). Ihm geht es nicht darum, starke, kritische und selbständig denkende (demokratische) Bürger zu erziehen. Seine Methoden sind leise, ohne physische Gewalt: Entzug von Freizeit, Isolation innerhalb der Klasse, zehn Stunden am Tag. Da sein Vorgehen willkürlich erscheint, ist er für seine Schülerinnen und Schüler unberechenbar. Sein Unterricht basiert auf einem auf einem klassischen Literaturkanon, der mit Verweis auf die gelben Reclamhefte symbolhaft bzw. satirisch belegt ist (vgl. z.B. S. 17-20; S. 173f.). Alles Moderne lehnt er ab (z.B. moderne Sekundärliteratur, vgl. S. 214), seine Einstellung basiert auf einem Schwarz-Weiß-Denken (vgl. S. 24). Er wird als Sadist dargestellt, der seine Schüler erniedrigt und gegeneinander ausspielt. Dies lässt sich beispielhaft an der Episode zeigen, als Till mit seinem Schulkamerad Palffy eine Reclamausgabe der „Brigitta“ beschafft, sich Palffy dabei verletzt und der Dolinar danach versucht, seine Komplizen zu enttarnen (vgl. S.116-126). Doch am Ende verliert Bruno Dolinar die Macht über Till (vgl. S. 360-362). Dies hängt mit dessen Entwicklung und äußeren Faktoren zusammen. Daher kann dies auch später noch ergänzend bearbeitet werden.

Für die Figur Dolinar werden viele intertextuelle Vergleiche gezogen: So wird er mit Professor Snape in „Harry Potter“ (vgl. S. 339) verglichen sowie mit „Lord Voldemort (vgl. S. 13), oder auch mit dem Schlagzeuglehrer Terence Fletcher im Film „Whiplash“ (Kurzfilm 2013, Film 2014). Nicht explizit erwähnt, aber fruchtbar zu machen, ist auch der Vergleich mit „Gott“ (Artur) Kupfer in Friedrich Torbergs Roman „Der Schüler Gerber“ (1930).

Die Figur Till ist faszinierend in ihrer Normalität bzw. in der Darstellung eines Klischees. Till ist auf der einen Seite ein typischer Jugendlicher: Schule interessiert ihn nur marginal. Erfolge und Misserfolge nimmt er hin. Nur wenn Gefahren drohen, spürt man seine Emotionen. Auch hier kann klassisch eine Charakterisierung angegangen werden. Die beiden Seiten Tills (der Gamer und der Schüler) können indes auch arbeitsteilig erarbeitet und dann vereint werden. Denkbar ist auch, die Entwicklung Tills in Schritten in den Blick zu nehmen. Dieses Vorgehen könnte indes dort an Grenzen gelangen, wenn es um die Frage der Veränderungen geht. Denn eigentlich verändert sich Till charakterlich nicht. Er bleibt auch am Ende unsicher, wenig zielstrebig.

Till möchte nicht auffallen, er ist anpassungsfähig und sieht sich selbst als Nebenfigur (vgl. S. 21f.), obwohl er durchaus zu den Reichen Wiens gehört. Tills Eltern gehören nicht zur politischen Elite. Aber mit 18 erbt Till von seinem verstorbenen Vater zwei Wohnungen und viel Geld (vgl. S. 327f.), was zeigt, dass die Familie durchaus zur gehobenen Mittelschicht gerechnet werden kann. Der Roman endet nach der Matura, der Reifeprüfung. Doch Till bleibt unsicher und tastend, vage in die Welt und Zukunft blickend (vgl. S. 363f.). Damit kommt er den gegenwärtigen Heranwachsenden besonders nah und eröffnet hier neue Wege zur Reflexion.

In den acht Jahren am Marianum erlebt Till schulische und private Umbrüche: Er erhält Bruno Dolinar als Klassenvorstand (hier kann exemplarisch z.B. auf S. 2091f. oder auch S. 296-300 verwiesen werden), seine Eltern lassen sich scheiden (vgl. Kapitel 9). Darüber hinaus erkrankt der Vater an Krebs und stirbt, als Till 14 ist (vgl. Kapitel 11). Auf die Bedeutung des Todes kann bereits hier genauer eingegangen werden. Alternativ kann dieses Motiv auch am Ende der Einheit aufgegriffen werden. Wichtig ist dabei der Streit mit seinem Vater (vgl. S. 47; 50f.), die erste Phase der Verarbeitung des Todes, die nicht gelingt (vgl. S. 52f.), und die Erinnerung an seinen Vater, wenn der volljährige Till in seiner geerbten Wohnung die Hinterlassenschaften seines Vaters durchsieht (vgl. S. 329f.).

Doch Till lebt in zwei Welten. Als „Tiiiko“ wird er ein Star der Welt von „Age of Empire 2“. In der Realität ist er mit den Hürden des Erwachsenwerdens konfrontiert. In der virtuellen Welt zeigt er Talent, Ausdauer und Zielstrebigkeit (vgl. z.B. Kapitel 10). Mit den Jahren wird er immer professioneller. Till gehört bereits mit 13 Jahren, als er die zweite Klasse des Marianums besucht, zum Kreis der besten Spieler (vgl. S. 100), mit 15 zählt er zu den besten Spielern der Welt und ist der jüngste von ihnen. Er liebt das Spiel (vgl. S. 154). Emotionalität gehört sonst nicht zu Tills charakteristischen Merkmalen, zumindest nicht, bis er Feli kennenlernt. Er tritt dem Team der besten jungen AOE2-Spieler bei (vgl. S. 192-195). Mit 18 gehört er zur Elite der AOE2-Gemeinde. Zwischen Till und Tiiiko gibt es klare Unterschiede: Till möchte nicht auffallen, passt sich an, zeigt wenig Ehrgeiz. Tiiiko hingegen kommt durch sein Streben sehr weit, er ist eigenwillig in seiner Spielweise und fällt daher in der Szene auf. Diese Trennung der Figuren wird erzähltechnisch auch deutlich auf Seite 81. Hier wird in zwei aufeinanderfolgenden Absätzen von beiden Figuren gesprochen, ohne dass der Bezug zwischen ihnen deutlich gemacht würde. Dass die virtuelle Welt jedoch (begrenzt) auch Einfluss nimmt auf Till, wird deutlich, als er nach der „gamescom“ in Köln sich öffentlich zeigt und sich auch freuen würde, wenn er im realen Leben erkannt wird (vgl. S. 134-137).

Wichtig für Tills Entwicklung ist auch „Feli“ Felicitas Exner-Diouf. Mit dieser Figur kommen in Tills reales Leben Emotionen. Felis Mutter ist Alicia Exner-Diouf. Ihre Vorfahren kommen aus dem Senegal, sie ist Architektin. Feli selbst ist hochbegabt (vgl. S. 159), trinkt aber zu viel (vgl. S. 222-225) und ist Drogen nicht abgeneigt. Vom ersten Kennenlernen in der Raucherecke bis zum ersten Kuss vergeht sehr viel Zeit. Till und Feli sind sich zwar in vielem ähnlich, so mögen sie dieselben Serien (Malcom mittendrin, vgl. S. 159) oder haben denselben Musikgeschmack (vgl. S. 158-160). Für Feli kann Till sein Gaming unterbrechen oder auch unterlassen (vgl. S. 162f.; S. 176; S. 189f.). Doch die beiden haben auch Konflikte. Zum Beispiel sieht Feli im Gegensatz zu Till an Dolinar auch positive Seiten (vgl. S. 255f.).

Mit Feli verbunden ist das Thema Rassismus, das im Roman immer wieder in unterschiedlichen Kontexten eine Rolle spielt. So können ihre Texte über die Schule hier als ein Beispiel behandelt werden. In ihrem ersten Text, mit dem sie den Wettbewerb „[w]Orte erzählen Geschichte[n]“ gewinnt (vgl. Kapitel 32), wird ebenso auf die Problematik verwiesen wie in ihrem zweiten Text (vgl. S.263-274). Spannend und entlarvend sind die Reaktionen der Lehrkräfte auf diesen zweiten Text. Dass Thema Rassismus kann im Verlauf des Schuljahres auch zum Ausgangspunkt einer Unterrichtseinheit zum materialgestützten Schreiben oder zur sachtextgebundenen Erörterung werden.

Großen Raum nimmt das Gaming im Roman ein. Im Folgenden werden mögliche Aspekte aufgezählt, die im Zusammenhang mit dem Thema wesentlich sind. Charakteristisch für den Roman ist, dass Gaming und das reale Leben nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern beide zur Entwicklung Tills gehören. So können Fragen, die durch die Lektüre hervorgerufen werden, am Ende der Beschäftigung im Unterricht auch durchaus offen diskutiert werden: Ist Till süchtig? Kann aus Gaming ein reeller Beruf werden? Ist Gaming eine Flucht vor der Realität oder ein Ort der Freiheit und Persönlichkeitsentwicklung? Wo liegt der Unterschied zwischen Lesen und Gaming?

Die folgende Liste zeigt, welche Aspekte zum Thema Gaming im Roman wichtig werden. Hier kann im Unterricht eine Auswahl getroffen werden (z.B. Gaming als Sucht), arbeitsteilig alle Aspekte zusammengetragen werden oder auch als Stationenlernen den Schülerinnen und Schülern selbst überlassen werden, welche Aspekte sie interessieren:

  • Gaming als wesentlicher Bestandteil im Leben Tills: Dies kann herausgearbeitet werden anhand der Seiten 76-81 (genaue Beschreibung (des Berufsbildes „Streamer, Caster, Youtuber“ oder der Seiten 342f. (Till reflektiert in Shanghai die Bedeutung des Spiels für sich selbst). Dabei ist wichtig zu sehen, dass der Zusammenhang zwischen realer und virtueller Existenz manchmal positiv, manchmal negativ, manchmal gar nicht, (vgl. S. 132) vorhanden ist. Dies kann man auf S. 134 sehen: Till verliert ein AOE2-Turnier, schreibt aber in der Lateinarbeit keine schlechte Note und in der Deutscharbeit sogar eine Eins.
  • negative Sicht auf Gaming: Diese Position nehmen vor allem die Eltern Tills ein. Sein Vater lehnt Gaming völlig ab (vgl. S. S.33f. und S. 47). Seine Mutter hat Angst um Till und verbindet Gaming mit Gewalt (vgl. S. 37f.)
  • Gaming als Sucht? Auf S. 44 und S. 192 lassen sich klare Anzeichen für eine Sucht herausarbeiten. Aber auf der anderen Seite gibt es Momente, in denen Till das Spielen auch hintenanstellt (vgl. S. 331f.), vor allem mit Feli wird das Gaming insgesamt für Till weniger wichtig (vgl. S. 360).
  • Gaming als Kunst; Ästhetik der Computerspiele: Dieser eher theoretische Aspekt wird auf durch Till selbst an zwei Stellen artikuliert (vgl. S 45, S.103-108). Für Interessierte kann hier kann auch der Kulturpodcast „Lakonisch elegant“ zum Thema Computerspiele hinzugezogen werden.
  • Gaming als Beruf? Diese Frage stellt sich Till immer wieder, zum Beispiel auf den Seiten 153f. und 259.

Am Ende der Einheit kann auch die Erzählweise Schachingers genauer in den Blick genommen werden. Diese ermöglicht eine (emotionale) Distanz zum Erzählten. Sein Stil ist nüchtern, trocken, aber dennoch pointenreich, humorvoll, fast satirisch. Hier können mehrere Szenen beispielhaft herangezogen werden, so zum Beispiel die Aktion zur Beschaffung einer Ausgabe der „Brigitta“ (vgl. Kapitel 17), oder auch die Episode über das Kiffen (vgl. S. 127-129).

Stellenweise wirkt das Erzählte sehr langatmig, so zum Beispiel, wenn die digitale Welt der Spiele ausführliche und mit vielen Details beschrieben wird. Aber auch das kann in Bezug auf die Frage der Textintention gewinnbringend untersucht werden. So kann diese Ausführlichkeit zum einen auf die Figur Tills hin interpretiert werden oder auch in Bezug auf den Titel „Echtzeit“. Doch was Schachinger schafft, ist Atmosphäre. So wird zum Beispiel das 4. Schuljahr erzähltechnisch über den Verlust des Vaters so präsentiert, dass die Überlagerung aller sonstigen Erlebnisse dadurch fühlbar wird. Neben dem Wiener Schmäh, der durchaus auch thematisiert werden kann (vgl. dazu Martina Bernhardt und Moritz Kienast 2025), ist für die sprachliche Analyse vor allem der Einfluss des Gamings mit seinen Verkürzungen und den englischen Ausdrücken ergiebig (vgl. S. 38-42; Kapitel 18).

In Bezug auf die Erzähltechnik ist auch der Erzähler als Instanz eine konstituierende Institution. Schachinger präsentiert einen auktorialen Erzähler, der sich auch immer wieder klar zu erkennen gibt. Hier können exemplarisch Kapitel 1 und Kapitel 51 hinzugezogen werden. Im Vergleich mit anderen modernen Romanauszügen kann hier auch die Frage der Modernität untersucht werden (vgl. dazu auch Martina Bernhardt und Moritz Kienast 2025).

Die humoristisch-satirische Eben des Romans lässt sich auch noch an anderen Stellen des Romans zeigen. Hier ist zum Beispiel der Auftritt einer Schülerin in Tills erstem Jahr an der Schule und die Reaktionen der Lehrer und des Geistlichen darauf zu nennen (vgl. S. 139f.). Auch die Episoden über den Mitschüler Luzian Bramminger (vgl. S. 145f.), den Antisemitismus der Elite (vgl. S. 148-150) oder das Bullshit-Bingo (vgl. S. 181-184) sind aufschlussreich in Bezug auf die Komik des Werkes.

An mehreren Stellen lassen sich Schreibimpulse einbringen. So zum Beispiel kann analog zu Felis Beitrag ein eigener Beitrag zum Wettbewerb „[W]Orte erzählen Geschichte[n]“ von den Schülerinnen und Schülern geschrieben werden. Möglich ist auch eine Selbstvorstellung an der Stelle, wenn Till seiner Mutter offenbart „Ich bin Tiiiko“ (S. 110) unter der Fragestellung „Wer bin ich?“.

Auffallend sind die vielen intertextuellen Anspielungen. Es werden viele Werke direkt genannt, so zum Beispiel Wilhelm Hauffs „Das kalte Herz“ (vgl. S. 16), Frank Wedekinds „Leiden eines Knaben“ (vgl. S. 17), Thomas Manns „Tod in Venedig“ (vgl. S. 18); Franz Innerhofers „Schöne Tage“ (vgl. S. 18), Felix Mitterers „Kein Platz für Idioten“ (vgl. S. 18), Thomas Bernhards „Heldenplatz“ (vgl. S. 18), Fritz Hochwälders „Das heilige Experiment“ (vgl. S. 18); Ludwig Anzensgrubers „Das vierte Gebot“ (vgl. S. 19), Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ und „Wilhelm Tell“ (vgl. S. 19), Franz Grillparzers „Das Kloster bei Sendomir“ (vgl. S. 19); Thomas Manns „Tristan“ (vgl. S. 165), Adalbert Stifters „Brigitta“ Ferdinand Raimunds „Der Verschwender“ (Vgl. S. 26), Klaus Manns „Mephisto“ (vgl. S. 174f.), Robert Musils „Verwirrungen des Zögling Törleß“ (vgl. S. 58).

Ob oder inwiefern diese im Unterricht eingebaut werden, hängt von der Zeitvorgabe für die Behandlung und auch der Lerngruppe ab. Denkbar ist hier auf alle Fälle ein Angebot für die Begabten in der Klasse.

Ein kleiner exemplarischer Diskurs zum Thema Intertextualität kann mit der in der Maturaarbeit Tills vorkommenden Erzählung Robert Walsers „Basta“ (vgl. S. 362) geleistet werden, da hier manche Verknüpfung mit dem Roman hergestellt werden kann.

Als Ausstieg aus dem Roman ist ein Transfer zum eigenen Schulalltag denkbar, der entweder das literarische Schreiben in den Blick nimmt oder auch im Hinblick auf die literarische Erörterung sich mit Rezensionen des Romans auseinandersetzt. Denkbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel, den negativen Schulerfahrungen des Protagonisten Tills im schreibenden Prozess eigene positive gegenüberzustellen. Möglich ist auch der Verweis auf literarische und/oder filmische Umsetzungen des Themas Schule.

Textausgabe:

Taschenbuchausgabe: Tonio Schachinger: Echtzeitalter. Hamburg 2024.

Schachinger: „Echtzeitalter“: Herunterladen [docx][172 KB]