Fazit: Einige Leitlinien für konfessionelles Lernen im Religionsunterricht
- Bei den meisten Schülerinnen und Schüler dürfte die konfessionelle Prägung mehr im unbewussten, denn im bewussten Bereich liegen. Diese unbewusste Prägung zu „heben“ und zu verstehen, ist ein wesentliches Ziel des konfessionellen Lernens im Religionsunterricht.
- Konfessionelles Lernen im Religionsunterricht ist grundlegend subjektorientiert. Im Mittelpunkt steht nicht das Wissen über „gelehrte Religion“, sondern die gelebte religiöse Praxis im Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler (Dirschel & Hailer, Nach Ausdrucksformen christlicher Religion fragen, 2021) und darüber hinaus.
- Konfessionelles Lernen ist erfahrungsorientiertes Lernen. Somit muss der Religionsunterricht vielfältige Erfahrungsräume für die Vielfalt konfessionell geprägter Ausdrucksformen von Religion eröffnen.
- Konfessionelles Lernen ist spirituelles Lernen, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre eigene spirituelle Prägung und die der Gesellschaft wahrnehmen, verstehen und reflektieren.
- Konfessionelles Lernen ist Begegnungslernen – mit religiösen Ausdrucksformen, aber auch konkreten Gläubigen in Geschichte und Gegenwart – auch in der eigenen Biographie.
- Konfessionelles Lernen folgt somit – in unterschiedlichen Lernformen – stets dem grundlegenden Dreischritt: Wahrnehmen – deuten – gestalten.
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