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Konfessionelles Lernen im Religionsunterricht

Siehe auch: Reader Religionspädagogische Grundlagen

Im Religionsunterricht werden konfessionsspezifische Themen zumeist aus der Perspektive der „gelehrten Religion“ thematisiert, indem traditionelle Konfessionsmarker (wie z.B. Maria, Heilige, Beichte) als typisch katholisch behandelt werden. Diese typischen Konfessionsmarker entsprechen jedoch nicht mehr oder nur begrenzt der religiösen Praxis der Schülerinnen und Schüler – und oft auch nicht der der Lehrkräfte. Dennoch werden konfessionsspezifische Formen der Frömmigkeit z.B. in der eigenen Biographie (Erstkommunion, Firmung, Konfirmation) oder aber auch – im ländlichen – im Leben im Dorf (Musikverein spielt bei der Fronleichnamsprozession) als Normalfall der jeweiligen Religiosität erlebt. Die jeweilige Konfession kann man somit als eine Art „religiöse Muttersprache“ bezeichnen, die die Schülerinnen und Schüler – wenn auch zumeist in einer etwas gebrochen oder reduzierten – Form als zentrale Ausdrucksform des Religiösen erleben.

Konfessionelles Lernen im Religionsunterricht hat somit die Aufgabe, diese „Muttersprache“ und auch andere „mögliche Dialekte“ des Christlichen bewusst zu machen und ihr Verständnis zu fördern. Hierfür geben vor allem subjektorientierte Ansätze der Fachdidaktik wichtige Impulse, die die Reflexion der eigenen Religiosität und der anderer Menschen (Biographisches Lernen) fördern, eigene spirituelle Erfahrungen ermöglichen und reflektieren (spirituelles Lernen) und die die Begegnung mit (dem/der) Fremdem und Ungewohnten (interreligiöses Lernen) fördern und reflektieren.

Unterrichtsmodul 1 (nicht barrierefrei): Herunterladen [docx][655 KB]